Durch die Corornakrise sind wir alle mit Veränderungen konfrontiert - auch Sie als werdende Eltern und wir als Hebammen. 
So nach und nach stelle ich Informationen zur Verfügung, die ich für die Vorbereitung auf die Geburt und auf das Wochenbett als geeignet ansehe. 

Gesundheitspolitische Informationen und Aktionen finden Sie HIER

Bitte informieren Sie sich auf diesem Link  regelmäßig über aktuelle Änderungen und helfen Sie mit, Ihre eigene Lage und die des Gesundheitssystems zu verbessern! Dort finden Sie weiterführende Links und Maßnahmen, wie Sie Einfluss auf die aktuelle Situation bezüglich einer Geburtsbegleitung nehmen können. 

 

INFEKTIONSSCHUTZ FÜR DEN HAUSBESUCH

Auch wir Hebammen beachten den Infektionsschutz, damit wir alle möglichst gesund bleiben

 

Vorbereitung auf die Geburt in Phasen ohne eine Begleitperson

Die momentane Regelung, dass die Geburt nicht in jeder Klinik durchgängig durch einen Partner begleitet werden darf, sorgt für Unsicherheit und Angst.

Wie können Sie sich auf die Geburt vorbereiten?


Auch Sie können sich persönlich an das Land NRW wenden und um eine Stellungnahme bitten:
corona@nrw.de

Planen Sie bis zu 14 Tage Bearbeitungszeit ein.

Bürgertelefon: 0211/9119-1001

 

Entlassung aus dem Krankenhaus


Einige wichtige Punkte für die Zeit nach der Geburt können Sie schon vorab organisieren.

Hinweise der Vorbereitung auf die Ambulante Entlassung nach der Geburt

 

Zuhause Angekommen


Ein neuer Lebensabschnitt beginnt in Ihrem Leben. Nutzen Sie diese Zeit für sich!

 

NEUE LEISTUNGEN OHNE HAUSBESUCH BIS ZUM 31.Dezember 2020

 

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Kassenvereinigung (GKV) und die Hebammenverbände haben Alternativen zur Geburtsvorbereitung und zur häuslichen Betreuung genehmigt. Solange keine direkten körperlichen Untersuchungen notwendig sind, dürfen Betreuungen per Telefon oder Video stattfinden.
Diese Möglichkeit besteht derzeit bis zum 30.September 2020.

Ich persönlich werde nur darauf zurückgreifen, wenn Sie oder ich Krankheitssymptome aufzeigen und ziehe den Hausbesuch weiterhin vor.

 

Online Kurse 

 

Geburtsvorbereitungskurse

Online Geburtsvorbereitungskurse Hebammenteam Bonn  - Dörte Peilnsteiner

Online Geburtvorbereitungskurse Corinna Stücher:
 
Wann: jeden Dienstag
 
Wer: 10Uhr für Frauen mit dem 1. Kind schwanger
 
        20Uhr für Frauen mit dem 2./3./4./5... Kind
 
(vorzugsweise) aus der Region Troisdorf, Siegburg, Hennef, Niederkassel - für den Fall, den Kurs im "realen Leben" fortführen zu können :)
 
Kosten: wird regulär von der Krankenkasse übernommen
 
Kontakt: hebamme.stuecher@gmx.de
 
 

Rückbildungskurse

MOM & ME - Onlinekurse (BeBo)

Online Rückbildung Katharina Kaschulla - während der Corona Krise

 

CORONA-Krise

Auf dieser Seite lasse ich Sie an meiner persönlichen Meinung zum Thema Corona teilhaben.

Ich nutze mein Recht auf freie Meinungsbildung und Meinungsäußerung Artikel 5 Grundgesetz. 

Die Links sind sorgfältig ausgewählt, für deren Richtigkeit garantiere ich nicht. 

Da Erkrankungen mit Covid19 sehr schwer verlaufen können, schützen Sie sich bitte selbst und andere und kommen Sie den behördlichen Empfehlungen nach. 

Corona hält uns alle in Atem, vieles verändert sich innerhalb weniger Tage und / oder Stunden. Wir alle überlegen, wie Sie als Eltern trotzdem gut betreut und begleitet werden können. 


Den Gebärenden und den Sterbenden darf es nicht verwehrt werden, einen nahen Angehörigen als Begleitperson bei sich zu haben

Es gelten Regelungen, die dem Infektionsschutz diesen. Diese Lösung ist nicht immer optimal und gleichzeitig notwendig.

  • Bitte lassen Sie sich in Ruhe von den Hebammen erklären, wie diese Lösung im Krankenhaus umgesetzt wird.
  • Fragen Sie auch nach, wie in kritischen Geburtsverläufen mit Ihnen verfahren wird.
  • Kommen Sie den Hygienemaßnahmen und den Anweisungen bitte unbedingt nach.
  • Sie haben das Recht, sich zu positionieren und genau die Einschränkungen begründen zu lassen, wenn diese für Sie nicht nachvollziehbar und nicht konform mit der CoronaSchutzVO NRW sind

Für mich unverständlich ist die Regelung mancher Häuser, die Begleitperson erst zum Ende der Geburt zuzulassen. Anscheinend gibt es auch Unterschiede innerhalb der jeweiligen Teams. 

Die Landesregierung (Land.NRW) beschloss  weitere Restriktionen ab dem 23.März 2020
Eine Geburtsbegleitung galt aus ethisch-sozialen Gründen geboten. 
Die Empfehlung bezieht sich nicht auf eine Begrenzung einzelner Phasen, vor allem nicht auf die letzte Phase der Geburt 

Das Land NRW reagierte auf meine Bitte um Klarstellung schon am 16.4.2020 und am 17.04.2020 folgendermassen:

Die Geburtsbegleitung durch einen nahen Angehörigen ist zu jeder Zeit geboten, auch im OP bei einem Kaiserschnitt. Grundlage ist der §2CoronaSchVO NRW vom 22.03.2020.

Einschränkungen sind laut §2 Abs.1 CoronaSchV möglich (Auslastung der Geburtsstation, Größe der Räumlichkeiten, Personalsituation, Belastung mit Corona-Patienten etc.). 

"Die Klinikleitung hat bei ihrer im Einzelfall zu treffenden Entscheidung aber die Belange von Ehe und Familie Art.6 GG im besonderen Maße im Blick zu halten und soll die Ausnahme im Regelfall zulassen ("soll" bedeutet im juristischen Sinne regelmäßig "muss"), wenn nicht gravierende Umstände dagegen sprechen. 

Dabei erscheint es aus Sicht der Landesregierung indes untunlich, Väter bei der Geburt erst im Endstadium dazuzuholen...Denn wenn der Vater überhaupt zugelassen wird, realisiert sich damit bereits das etwaige Risiko des Eintrags des Coronavirus in die Klinik; weshalb der Besuch dann erst im Geburtsendstadium zugelassen werden sollte, ist nicht nachvollziehbar."

Die Krankenhäuser in Troisdorf und Bonn wissen um diese Stellungsnahme durch das Land NRW, da ich diese darüber informierte. 

Nachdem die Geburts-und Sterbebegleitung in den folgenden CoronaSchutzverordnungen NRW z.B. vom 30.09./17.10.2020 nicht mehr benannt wurde und manche Krankenhäuser wider besseren Wissens an ihrer Strategie festhielten, die Begleitperson erst ab der Endphase der Geburt zuzulassen, schrieb ich Anfang Okotber 2020 erneut das Land NRW an. 
Ende Oktober wandte ich mich an den Petitionsausschuss des NRW-Landtags mit der Forderung, die Geburts- und Sterbebegleitung in die CoronaSchVO aufzunehmen. 

Seit dem 30.10.2020 gilt für Krankenhäuser §5 Abs. 3 CoronaSchVO NRW:

"Die in Absatz 1 genannten Gesundheitseinrichtungen haben im Rahmen ihres einrichtungsbezogenen Besuchskonzepts nach Absatz 2 in Abstimmung mit der zuständigen unteren Gesundheitsbehörde die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Begleitung des Geburtsprozesses und der Geburt infektionsschutzgerecht zu ermöglichen. Dies gilt auch für die Begleitung Sterbender."

In der Realität berichten viele Eltern davon, dass die Begleitperson erst ab einem Muttermundsbefund ab 4-6 cm den Kreißsaal betreten darf. Eine Geburt beginnt jedoch nicht erst ab diesem Zeitpunkt und viele Eltern fühlen sich allein gelassen und erleben diese Herangehensweise als große Irritation und Störung.
In der aktuellen Corona-SchutzVO jedoch wird eine solche Unterscheidung nicht verlangt. 

Die Latenzphase als festen Bestandteil des Geburtsprozesses zu betrachten zeigt sehr anschaulich folgender Artikel auf: 

Latenzphase - Die Geburt beginnt im Verborgenen

Weitere interessante Hinweise: 

DGGG - Empfehlungen für Kreißsäle und Schwangere

WHO - Stellungnahmen zu Schwangerschaft - Geburt - Wochenbett - Stillen (engl.)

Intensivbetten Auslastung


Rein medizinisch betrachtet gibt es mehrere Phasen unter der Geburt. 
Mit den Augen einer Gebärenden betrachtet ist die Geburt ein Prozess zwischen ihr selbst und dem Kind. In diesem Prozess nimmt die Frau nur noch wahr und arbeitet mit ihrem Körper. Sie denkt nicht in Phasen, auch wenn sie Veränderungen spürt.

Das Krankenhaus hat die Möglichkeit, Regeln bezüglich des Verhaltens zum Infektionsschutz aufzustellen und sich die Einhaltung unterzeichnen zu lassen. 

 

Wann ist eine Frau unter der Geburt?

Eine Frau ist dann unter der Geburt, wenn der Muttermund sich zu öffnen beginnt. Hier gibt es unterschiedliche Aussagen, ab welcher Muttermundsweite von einer Eröffnung zu sprechen ist: Früher galt die Eröffnungsphase ab 3cm, heute ab ca 5-6 cm. Entscheidend muss jedoch sein dürfen und müssen, ab wann die Frau sich selbst als unter der Geburt erlebt und Beistand benötigt.

Je nach Befinden der Gebärenden und je nach Betreuungsmöglichkeiten durch die Hebammen erscheint es sinnvoll, immer individuell abzuwägen. 

Der Blasensprung zählt auch zum Geburtsbeginn. Da die Aufnahme in den Kreißsaal erst stattfindet, wenn die Wehentätigkeit wirksam und die Muttermundseröffnung ausreichend fortgeschritten ist, wird Ihr Mann frühestens zu diesem Zeitpunkt kommen können. 

Weder die Begleitung noch der Infektionsschutz dürfen jetzt zu kurz kommen. 
Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit sind notwendig. 

Was können Sie als Eltern tun, wenn Ihr Wunschkrankenhaus Ihnen eine Geburtsbegleitung nicht vollumfänglich erlaubt?

Die Hebammen, das Pflegepersonal, die  Ärzte und alle anderen Mitarbeiter werden ihr Bestes geben, damit Sie - trotz der Sicherheitsvorkehrungen - einen möglichst angenehmen Aufenthalt haben werden. Die Anforderungen sind höher denn je. 

Wenn Sie eine gewisse Zeit unter der Geburt ohne Partner sind, können Sie unter "Rund um die Geburt" nachlesen, wie Sie sich gut darauf vorbereiten können.

  • Vernetzen Sie sich! Eltern haben in den unterschiedlichsten Einrichtungen eine Geburtsbegleitung erwirken können
  • Fordern Sie eine ethische Fallbesprechung ein. Diese ist möglich, sobald sie stationär aufgenommen worden sind. Eine ethische Fallbesprechung wird beantragt und genehmigt, bis diese durchgeführt wird. 
  • Wenden Sie sich an einen Klinikseelsorger
  • Bitten Sie ihren Facharzt um ein Schreiben, dass eine Begleitung im Kreißsaal notwendig ist - gerade auch wenn Sie psychsiche Erkrankungen haben (Gynäkologe, Psychotherapeut, Psychiater)
  • Schreiben Sie Ihre Erfahrungen an corona@nrw.de 
  • Nutzen Sie den Red Rose Day am 25.November (siehe Linkliste) 

Hier sind zu diesem Thema einige wenige ausgewählte Links: 

PETITION - Vater mit in den Kreisssaal

PETITION - Gemeinsamer Aufruf von Pflegefachkräften an Jens Spahn

MOTHER HOOD - CORONA: Wer darf mit in den Kreißsaal und was ist zu beachten?

Red Rose Day 25.November - Nach gewaltvoll erlebter Geburt

Meine persönliche Haltung:

Ich wünsche mir einen Umgang mit dem Virus ohne Dogmen, Angst und Panik. Die Kommunikation ist zu einer Einbahnstraße geworden. Kritische Haltungen werden nicht ausreichend gehört und in Entscheidungen mit einbezogen.
Zahlen werden so ins  Verhältnis gesetzt werden, dass ein gesunder Umgang mit der Situation fast unmöglich erscheint.

Mechanismen, die Angst und Panik durch Worst Case Szenarien schüren nehmen dem Menschen die Würde und seine Fähigkeit, sich seiner selbst bewusst agieren zu können.
Die Würde des Menschen ist laut Grundgesetz jedoch unantastbar.

Gesundheitsförderung und -erhaltung verstehe ich deshalb anders und wünsche mir infolgedessen Wege, die Vertrauen schaffen.

Leider zielt das BMI sehr bewusst auf Schockwirkung, was zu den uns bekannten Massnahmen ohne weitere Differenzierung führte:

BMI - Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen
Ergänzungen zum Strategiepapier des BMI

Diese Vorgehensweise wird, so meine Wahrnehmung, von den Gesundheitsministerien und der Politik billigend in Kauf genommen.
Als Bürgerin und als Hebamme wehre ich mich gegen einen solchen Weg.
Ich distanziere mich hiervon sehr klar, ebenfalls von Verschwörungstheorien und extremistischen Auswüchsen.
Ein Worst-Case-Szenario als Handlungsgrundlage ist ein ebensolches Extrem. 

Die Regierung ist angewiesen auf wissenschaftliche und sehr gut recherchierte Fakten der verschiedensten Institutionen.
Ich wünsche mir eine Gesundheitspolitik fern ab von plakativen Aussagen. Ich wünsche mir Vertrauensbildung.

Diese gelingt nur mit allumfassender Aufklärung und kritischer Reflexion, gerade im politischen und aufklärenden Bereich. Menschen sind in der Lage, eigenverantwortlich und fürsorglich gegenüber anderen zu agieren. 

 


Kritische Stimmen und Zahlen, in ein anderes Verhältnis gesetzt:

Covid-19: Wo ist die Evidenz?

Interessante und aufschlussreiche Links und Videos

Ich orientiere mich an Herrn Prof. Streeck, der die Maßnahmen von Neginn an kritisch hinterfragte und am 13.09.2020 der WELT AM SONNTAG in einem Interview  einen Stratgierwechsel forderte. 


Prof. Hendrick Streeck im Hohen Dom zu Münster am 20.08.2020 - ab Minute 20

Prof. Hendrick Streeck bei Markus Lanz am 28.05.2020

Prof. Hendrick Streeck bei Markus Lanz am 09.04.2020

Prof. Hendrick Streeck bei Markus Lanz am 31.03.2020 - Ausschnitt

Deutscher Ethikrat - Ad Hoc Empfehlung vom 27.03.2020 - Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise

 

Schon lange vor der Corona - Krise arbeiteten Hebammen und Ärzte an ihrem Limit. Sie verdienen größten Respekt. 


Die Mitarbeiter der Krankenhäuser benötigen jegliche Unterstüzung und Entlastung in ihren Tätigkeitsbereichen, um sich auf ihre Arbeit konzentrieren zu können:

Meine Wünsche für Lösungen in den Kreißsälen sind:

- dass die Klinikleitung  mit den angestellten Hebammen als Team arbeiten und das Gespräch sucht
- dass die Klinikleitung 
nach den Bedürfnissen ihrer Hebammen fragt
- dass die Klinilkeitung nach dem, was gebraucht wird, fragt
- dass die Klinikleitung GEMEINSAM nach Ideen und Lösungen sucht
- dass die Klinikleitung strukturelle Probleme anerkennt und löst
- dass die Klinikleitung hierarchische Probleme anerkennt und löst
- dass die Klinikleitung das Rufdienstsytem aufhebt und stattdessen einer Doppel- bis Dreifachbesetzung pro Hebammenschicht zustimmt
- dass die Klinikleitung freiberufliche Hebammen für sich gewinnen, die vielfältige Arbeiten übernehmen können (Aufnahmegespräche, Krisengespräche leiten, CTG- Schreibungen, Unterstützung beim Atmen, Massagen, Infusionen vorbereiten, Verlegung der Frauen von der oder auf die Station, Begleitung der Frauen auf notwendigen Wegen innerhalb der Klinik...)
- dass die Klinikleitung Reinigunsfirmen für die Kreissäle 24 Stunden lang täglich zur Verfügung stellen - In der Regel werden diese von Hebammen geputzt! 
- dass die Klinikleitung weitere Helfer einsetzt für die Einweisung der Angehörigen in die Schutzmassnahmen, für die Unterstützung beim Anlegen der Schutzkleidung, für Botengänge...
   
Mit diesen Massnahmen werden die Hebammen sehr entlastet!

 

 

VERFÜGBARKEIT

Frauen mit Entbindungstermin ab 17.Mai 2021                              - Freie Kapazität


Beachten Sie bei Anfragen bitte mein Einzugsgebiet (bitte scrollen Sie weiter nach unten) und nutzen Sie gerne die Möglichkeit, Terminangaben im Kontaktformular anzugeben.
Vielen Dank!

Aufgrund der neuen DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) vom 25.05.2018 kommuniziere ich ausschließlich über folgende Messenger:
kostenfrei: WIRE
kostenpflichtig: THREEMA
(SMS, WhatsApp, Signal, Telegram sind nicht datenschutzkonform und nutze ich aus diesem Grund nicht.)

 

SIE HABEN NOCH KEINE HEBAMME GEFUNDEN?